BURGER VON AMTS WEGEN

By janpaaul - 12:00


[Werbung / unbezahlt] Burgerbrater gibt es reichlich in der Hauptstadt. An fast jeder Ecke bekommst neben dem üblichen Döner auch immer die obligatorische Boulette im Brötchen. Die Erkenntnis, dass Burger aber nicht gleich Burger ist, kommt dir unter Umständen genauso schnell hoch, wie manche der zweifelhaften Kreationen vom Imbiss umme Ecke.



Wir, als ausgemachte Burger-Liebhaber, legen besonders viel Wert auf ein ansprechendes kulinarisches Erlebnis. Der Burger an sich ist ja kein schwierig herzustellendes Gericht. Jedoch gehört eben deutlich mehr dazu, als ein Brötchen, 'ne Boulette und 'n bisschen Salat.


Wir haben uns also aufgemacht und für dich mal gnadenlos  rumprobiert. Hier wollen wir dir unseren Favoriten als unsere persönliche Verführung des Monats vorstellen: Das Burgeramt.

Am berühmten und viel frequentierten Boxhagener Platz gelegen, findet ihr das einzige Amt Berlins, in dem das Warten nicht am Schreibtisch einer öden Amtsstube endet, sondern im siebten Himmel der Fleischeslust. Im Herzen des Friedrichshains versorgt das Burgeramt seit nunmehr elf Jahren seine Kunden mit schmackhaften hausgemachten Burgern und Snacks.

Das Lokal ist allein wegen seiner Aufmachung einen Besuch wert. Graffitis über und über, mit Plakaten tapezierte Decken und die Beschallung mit dem besten, was Hip Hop zu bieten hat, laden zum Genießen und Verweilen ein. Check mal die Bildergalerien an den Wänden. Kenner finden da auf jeden Fall viele bekannte Gesichter und Persönlichkeiten aus der Hip Hop Szene.


An der Meldestelle am Anfang der Theke kann man dann seine Formulare beantragen, äääähh - wir meinen Burger bestellen. Das Personal ist mega nett, gleich per Du, was für Berlin ja nicht untypisch ist. Die Karte lässt eigentlich keine Wünsche offen. Auch Vegetarier und Veganer sind gerne willkommen. Die Burger-Behörde bietet für jeden Bürger das Richtige an.

Womit wir auch schon bei einer der Besonderheiten wären: Fleischersatz. An sich ein gruseliges Wort. Wir sind generell keine Fans davon und haben in der Vergangenheit auch noch nie etwas vorgesetzt bekommen, dass dem Begriff Ersatz auch nur ansatzweise gerecht geworden ist. Soviel Bäh Bäh gab's selten. Nicht so im Burgeramt. Tan, einer der beiden Inhaber der Burger-Behörde, hat uns was von "Beyond Meat" vorgeschwärmt. Und zwar so überzeugend, dass wir einverstanden waren es zu probieren.

Vorweg wollen wir euch auf jeden Fall die Shakes empfehlen. Wir haben einen Oreo-Shake probiert, der nicht nur mega geil aussieht, sondern auch finger-licking gut schmeckt. Der geht definitiv wieder unsere Kehlen runter.

Aber nun zu den Burgern. Tan hat uns seine Spezialitäten bestellt uns so landeten drei Burger auf unserem Tisch: 

Ein BBQ-Burger mit irischem Black Angus Rindfleisch, Käse und karamellisierten Zwiebeln, ein Beyond Meat Spezial Burger und ein 
Beyond Meat Bacon Burger mit Guacamole und ebenfalls karamellisierten Zwiebeln.


Als Beilage hatten wir eine Portion Special Fries und Chicken Nuggets. Der Fritten-Mix aus "normalen" Fritten und Süßkartoffelstäbchen mit Käse-Chilli-Topping. Fucking yummy! Die Nuggets werden übrigens vor Ort frisch hergestellt und sind ziemlich geil paniert.



So, machen wir es kurz: Der Rindfleisch Burger war der Hammer. Das Fleisch wird btw. jeden Tag vor Ort frisch durch den Wolf gezogen und zu leckeren und saftigen Patties verarbeitet. Die BBQ-Sauce ist facettenreich und angenehm würzig, der Käse ein Gedicht. Der einzige Makel: Der Burger ist unwahrscheinlich groß (weil wir natürlich auch 'nen doppelten bestellt haben). Das ist allerdings ein Makel über den wir zungerollend hinwegsehen können.


Nun zum Fleischersatz: So gern wir hier eine fiese und niederschmetternde Kritik schreiben wollen, so gelogen wäre diese. Beyond Meat hat uns buchstäblich hinters Fleisch geführt. Die Masse, die im Großen und Ganzen aus pürierten Erbsen (!) hergestellt wird, ist von einem regulären Pattie aus Fleisch praktisch nicht zu unterscheiden. Und noch viel wichtiger als das: Es schmeckt auch genauso. Selbst angebissen, verrät das Innere des Patties nicht seine besondere Herkunft.


Für uns war das ein wirklich einzigartiges Erlebnis. Das Schlimmste daran ist, dass wir an jetzt nicht mehr pauschal jeden Fleischersatz als Schwachsinn beschimpfen können. Im Gegenteil würden wir dir sogar empfehlen, diese Variante bevorzugt zu probieren. Zusammen mit den anderen frischen Zutaten und den leckeren Brötchen, die eine lokale Bäckerei jeden Tag frisch backt und anliefert, ist das ein wirklich rundes kulinarisches Erlebnis.

Also, wer mal wieder in der Muddastadt auf der Suche nach einem lohnenswerten gastronomischen Highlight ist, sollte die Brater des Burgeramtes im Hinterkopf behalten. Die Chancen sind nicht schlecht, dass wir dann auch gerade da sitzen. Und falls nicht, siehst du vielleicht Tan. Dann gib ihm ein High Five von uns und lass dir seinen Favoriten auftischen.

Hier geht's zur Karte.
Und hier zu anderen leckeren Verführungen in der Hauptstadt.

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